Richtig belohnen!
- 2. Feb. 2017
- 3 Min. Lesezeit

Wenn wir mit unserem Pferd arbeiten, soll dies ohne Zwang geschehen. Wir möchten, dass das Pferd motiviert und gerne mit uns die Zeit verbringt und gegebenenfalls auch etwas lernt. Das Schlüsselwort hierbei ist positive Verstärkung. Um Spaß und Interesse des Pferdes zu wecken und auch zu behalten, sind also Lob und Belohnung extrem wichtig. Wie kannst du dein Pferd belohnen und somit die Motivation erhalten?
Durch ein Lob schenkst du dem Pferd besondere Aufmerksamkeit und sorgst dafür, dass das Pferd motivierter weiter arbeitet und weiterhin bemüht ist, aufmerksam zu sein. Es wird nicht zur Mitarbeit gezwungen, aber belohnt, wenn es dies tut. So hat die Arbeit für das Pferd einen positiven Aspekt. Jedes Pferd ist anders und so verschieden sind auch die Arten, wie du dein Pferd am besten belohnen kannst. Es kommt ganz darauf an, was dein Pferd bevorzugt. So gibt es Pferde, die am liebsten durch Futter, also Leckerchen, belohnt werden möchten. Andere widerum sehen sich nach Entspannung bei einer kleinen Trainingspause. Wieder andere haben ein Bedrüfnis nach Aufmerksamkeit und Nähe und freuen sich am meisten über ein Lob in Form von einer ausgiebigen Streicheleinheit.
Empfehlenswert ist es auch, sich nicht nur auf eine Belohnungsart zu beschränken. Die Bedürfnisse des Pferdes können sich schließlich auch ändern.
Leckerlie
Viele Pferde sind durch Leckerlies sehr leicht und gut zu motivieren. Manche lehnen das Belohnen mit Leckerlies ab. Am gesündesten sind wohl Leckerlies in Form von zum Beispiel in Scheiben geschnittenen Möhrchen oder auch Brotleckerlies. Allerdings fangen manche Pferde bald an, nach Futter zu betteln.
Stimmlob
Es gibt durchaus Pferde, die sehr gut auf Stimmsignale reagieren. Sowohl beim Reiten, als auch bei der Bodenarbeit. So kann man zum Loben auch die Stimme einsetzen. Am besten nutzt du immer das gleiche Wort, wie zum Beispiel "gut" oder "super". Das Stimmlob kannst du unmittelbar einsetzen.
Streicheleinheit
Auch mit einer belohnenden Berührung kannst du dein Pferd unmittelbar belohnen, wenn es die geforderte Aufgabe gut erfüllt hat. Hierzu kannst du es zum Beispiel an seiner Lieblingsstelle streicheln und liebkosen. Mit ein bisschen Ausprobieren findest du sehr schnell heraus, welche Stellen dein Pferd liebt.
Entspannung
Wenn wir mit dem Pferd arbeiten, verlangen wir ihm viel Konzentration ab. So wie wir selbst auch ab und zu Pausen vom Arbeiten brauchen, kannst du dein Pferd auch mit einer kleinen Entspannungspause belohnen. Beim Reiten zum Beispiel die Schrittpause am langen Zügel, oder bei der Bodenarbeit das Stehenbleiben und Kopfsenken. Diese Pausen sind ein wichtiger Faktor, denn forderst du dein Pferd zu lange ohne Pause, führt das schnell zu Frust.
Clicker
Der Clicker ist recht klein und gibt durch Drücken einen kurzen klick-Laut von sich. Wichtig ist beim Clickern, dass das Klicken unmittelbar nach der absolvierten Übung folgt. Danach kommt dann die richtige Belohnung (ein Leckerchen oder eine Streicheleinheit etc.). Mit dem Clicker belohnt man ein Pferd für ein richtiges Verhalten.
Aufhören wenn's am schönsten ist
Nach intensiver und guter Arbeit mit dem Pferd, ist es das beste Lob, das Training zu beenden, wenn etwas gut geklappt hat. So gehen du und dein Pferd mit einem positiven Gefühl vom Platz. Nach einer Lektion, die nicht gut geklappt hat das Training zu beenden, führt auf beiden Seiten zu Unmut und macht nicht gerade Laune auf das nächste Mal.
Egal wie du lobst, es ist wichtig, dass du im richtigen Moment lobst. Lobst du dein Pferd zu spät, weiß es nicht mehr, wofür genau es jetzt belohnt wird. Du solltest also ebenso wie dein Pferd, konzentriert bei der Sache sein und dem Pferd deine ungeteilte Aufmerksamkeit schenken. Prinzipiell eignen sich Mischformen der aufgeführten Arten auch sehr gut um dein Pferd zu loben, zum Beispiel Leckerchen und Streicheln oder Streicheln und Stimmlob.
Wie lobst du dein Pferd? Wie behält es am besten den Spaß an der Arbeit? Schreibe es uns doch gerne in den Kommentaren. :)
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